Get Flash to see this player.

Eine Pilgerreise ins Verzascatal zur Schwarzen Madonna

Vom 3. Mai bis 6. Mai 2012

In den frühen Morgenstunden des Sonntag 29. April kommt es zu einem machtvollen Vollmond im Skorpion. Die Energie beinhaltet radikale Wandlungsprozesse. Wir haben den Mut, für unsere Werte einzustehen! Eine unterstützende Vorbereitung für unseren Weg.

In was unterstützt uns das Pilgern?

Eine Pilgerreise verbindet uns mit unseren Ahnen und Ahninnen – diese Form von Begehen in der Natur ist auch in unserer Kultur ein altes Erbe. Pilgerreisen waren immer eine Art Einweihungsweg, eine Initiation, ein über „die Schwelle gehen“. Wir gehen vom Licht des Verstandes in die Dunkelheit des Bauches – um das Herz zu finden, das Mysterium des Lebens. Eine Pilgerreise verkörpert den Herzensweg, wir lassen das Hirn ins Herz fallen. Auf dem Herzensweg lassen wir das Nichtwissen zu.

Unser Ziel ist die Schwarze Madonna in Sonogno – eine Königin über die Mysterien.

Sie ist die Schutzpatronin auch für die letzte Einweihung der Priester und PriesterInnen, das individuelle Retreat, das die meisten in den Dunklen Hallen verbringen. Sie unterstützt dich in deiner ganz persönlichen Reise in die Mysterien. Die Schwarzen Madonnen sind die dunklen Frauen, die das Lichtkind gebären. Wer sich ihnen nähern will, muss seine Angst besiegen und eine Schwelle überschreiten. Du lässt die wohlgeordnete Welt hinter dir, um den kleinen Tod zu sterben.

Im Mittelalter war die Schwarze Madonna oft in der Unteren Welt, in der Krypta einer Kathedrale oder Kirche zu finden. Der obere Raum verkörperte den Kopf, die Krypta der Bauch und die Schwarze Madonna das Herz einer Kirche. Das Allerheiligste lag in der Krypta, im Dunkel der Nacht – in Frankreich nennt man sie oft „Notre Dame de la Nuit“. Schwarz, Dunkel war und ist gefürchtet als Farbe des Teufels. Es braucht Mut, dem Schwarz zu begegnen – sich der Auseinandersetzung mit den eigenen Ängsten und Schattendämonen zu stellen. Wenn du im Dunkeln die Augen öffnen kannst – das heisst, aus deinem eigenen Film heraustrittst – bist du vielleicht umfangen von einem alten Erdbauch, dem Schutz einer dunklen Grotte oder Höhle, die all ihren Schrecken verliert – weil sie dich wie eine Mutter umfängt. Drunvalo sagt, unsere Zirbeldrüse (unser drittes Auge) braucht die Dunkelheit, dass das Herz lernt zu sehen. Wir brauchen die Dunkelheit für unseren Herzensweg, dass unser Gehirn ins Herz fallen kann!

Wir wandern in der Gruppe als Schlange des Lichts. Jeder ist in seinem Ursprung, jede ist in ihrem Ursprung eingebettet und wir alle sind eingebettet als Ganzes. Wir üben die Annahme unserer Bruder- und Schwesternschaft. Wir wandern in der Verschmelzung mit der Gruppe, erinnern uns an diese Form des Sein – und doch ist jedes in seiner Verantwortung. Alte Konditionierungen, alte Ängste (z.B. wir geben uns auf, wir werden manipuliert, wenn wir uns in eine Einheit hineinbegeben) dürfen sich verabschieden. Wir treten aus unserem Film heraus und sind ganz im Jetzt, geben uns den Kräften dieses Ortes, dieser Landschaft hin. Wir öffnen uns den Klängen unserer Verbündeten, den Pflanzen, den Steinen, den Tieren, den Elementen.        

Der Geist des Berges, der Apus, zieht uns in das Tal. Bei den Südamerikanischen Schamanen sind die Apus die Hüter eines Landes und werden als Erste begrüsst. Über die Apus sind wir in Kontakt, im Gitternetz der Kraftorte der Welt wie Mount Shasta in Kalifornien, Uluru in Australien oder Macchu Picchu in Peru. Wir folgen wie die Aborigines den Songlines, den Leylines, auch Drachenpfade genannt. Wir erfühlen Kraftplätze, die sich uns offenbaren. Sie sind ein Komplex aus Schwingungsmustern der Wesen, die an diesem Ort zuhause sind.

Wir sind uns bewusst, dass wir auf einem lebendigen Leib schreiten. Durch unser Bewusstsein verschenken wir unseren Abdruck an Lady Gaia und verstärken somit unseren Erinnerungsprozess wer wir sind.

 

Ein Gebet das uns begleitet
(Bruder Klaus)

Allumfassende Liebe
Nimm alles von mir
Was mich hindert zu dir

Allumfassende Liebe
Gib alles mir
Was mich führt zu dir

Allumfassende Liebe
O nimm mich mir
Und gib mich ganz zu Eigen dir

Es liegt im Geben
Was du erhältst
Und es ist die Liebe zueinander
In der wir die wahre Bedeutung
Unseres Lebens erkennen
Um es zu leben

Franz v. Assisi

Das Medizinrad

Das Medizinrad ist ein heiliger Platz, von dem aus wir mit dem Grossen Geist und Mutter Erde sprechen. Das Medizinrad ist ein geweihter Ort, an den wir die Kräfte des Universums einladen. Er ist der Urtempel, in dem wir mit dem Göttlichen kommunizieren. Er ist frei von Doktrinen und ist darum gross genug, alle Religionen, alle Formen von Gottesanbetung aufzunehmen. Das Medizinrad steht offen für alle, die ihre Rückverbindung zum Ganzen suchen. In diesem Tempel ist jeder Mensch BrückenbauerIn. Der sichtbare Steinkreis wird zur Widerspiegelung des inneren Heiligtums im Menschen selbst.

Das Medizinrad der 4 Qualitäten

Diese 4 Qualitäten haben wir als PriesterIn zu entwickeln:

Die Demut im Süden
Die Würde im Westen
Die Weisheit und der Humor im Norden
Die Harmonie im Osten

 

Die Drachenkräfte in uns wollen erwachen. Der wunderbare Platz der Ahnen- und Drachenkräfte bittet um unsere Unterstützung. Was in uns erwacht, können wir verkörpern und ausstrahlen. Der Klang des Sechsstern lässt die Gruppe und den Platz erstrahlen - wir werden vom Geist des Platzes gesegnet.

AMIN NORA DE SAN

Dein und mein Wille sind eins

 

Text: Anna Lara Rhyner
Gestaltung: Gerhard Hero Steiner