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Schwarze Madonna

Die Schwarzen Madonnen repräsentieren für mich das schillernde Wesen des Göttlich Weiblichen in all seinen Aspekten, das in uns Frauen und Männern wieder aus dem Verborgenen auferstehen möchte in seiner Unversehrtheit und Reinheit.

Auch Jung erkannte die Schwarze Madonna in ihrer Kraft. Er sprach von ihr als Symbol der Erde, der Materie, des Weiblichen im Mann und des Selbst in der Frau. Die Schwarze Madonna ist nach Jung das einzige noch vorhandene lebendige Symbol der Christenheit. Sie hat eine Beziehung zu früheren gnostischen Überlieferungen, in der die Mutter auch „Weisheit“, „Heiliger Geist“, „Erde“, „Jerusalem“, sogar „Herrgott“ genannt wurde. Jesus nannte im Hebräerevangelium den Heiligen Geist seine Mutter. Die Sehnsucht nach Dunkelheit war auch die Sehnsucht nach dem Mutterschoss Gottes.

Die Schwarzen Madonnen haben mich schon viele Jahre gerufen. Oft besuchte ich die Schwarze Madonna in Einsiedeln und begab mich auf die Suche von anderen Schwarzen Frauen in der Schweiz. Ich fühlte, dass sie eine Energie in mir bewegten, die tief in mir schlummerte und aufwachen wollte.

Die Schwarzen Frauen sind für mich auch stark verbunden mit Maria Magdalena, die verborgene Braut Christi. Sie hüten das lebendige Christuslicht auf ihrem Schoss, die ursprüngliche Botschaft des Auferstandenen, dessen reine Botschafterin und Vermittlerin Maria Magdalena war und ist.

Die Begegnung mit den 13 Madonnen in der Auvergne im Juni 2012 und auf der Gruppenreise im August 2013 hat in mir eine tiefe Wandlung ausgelöst.

Diese Reisen führten mich und mein Geliebter zu unseren Mysterien als Mann und Frau. Es wurde mir als Frau bewusst, dass die Göttlich Weibliche Urkraft immer rein ist und war. Sie blieb all die Jahrtausende im Verborgenen. Wenn ich mein Leben betrachte, war ich viele Jahre beschäftigt, die kollektiven und persönlichen Emotionen der menschlichen Liebe zwischen Mann und Frau zu klären, vorzudringen zu der reinen Quelle der menschlichen Liebe in mir und anderen. Ich trinke nun schon viele Jahre von dieser Quelle und führe Menschen zu ihr. Die Schwarzen Frauen enthüllten sich als Hüterinnen dieser Quelle. So beginnt sich diese Kraft zu offenbaren, Blüte um Blüte in ihrer unversehrten Schönheit. Sie ist bereit, das Männliche zu empfangen, zu lehren, zu lieben, zu segnen und sie ist bereit sich lieben zu lassen. In dieser Vereinigung des Heiligen Weiblichen und Heiligen Männlichen steigen die verborgenen Kristallstädte aus der Erde empor und erstrahlen im Licht der Heiligen Beziehungen.

Warum kehrt wohl die Schwarze Madonna in unserer Zeit zurück. Sie erscheint bei vielen Menschen in ihren Träumen oder als Vision. Das Ähnliche geschieht mit der Weissen Büffelfrau. In inneren Visionen wurde mir gezeigt, dass die Kraft der Schwarzen Madonna und der Weissen Büffelfrau identisch ist.

Die Schwarze Madonna ruft uns in die Dunkelheit, in die Tiefe ihrer Krypta. Alle MystikerInnen nennen die Dunkelheit das „Innere“ oder die Essenz der Dinge. Dort ruht die Göttlichkeit, dort ruht das wahre Selbst.

Die Schwarze Madonna vermittelt uns das Gefühl der Einheit. Sie bringt uns in einen Zustand zurück, in dem wir alle Wesen wieder als göttlich anerkennen können. Sie führt uns aus der Zersplitterung und Separierung heraus und bringt uns wieder mit dem Ganzen in Beziehung. Die Schwarzen Frauen fordern uns auf, ihre Kraft zu verkörpern. Sie wollen lebendig werden in uns, sich ausstrahlen, sich ausdrücken in unserem alltäglichen Leben, in unseren Beziehungen, in unserem Sein.