Ernährungsberatung

In der ayurvedischen Medizin spielt die Nahrung eine wichtige Rolle. Ich denke, in jeder spiritueller Tradition gibt man dem, was man isst, eine Bedeutung. Die Ernährung sollte eine Quelle der Kraft und Liebe sein.


Ich fühle mich der Ayurvedischen Ernährungslehre sehr verbunden, da sie keine Dogmen aufstellt. Es geht auch hier darum, sein Wesen kennen zu lernen und sich bewusst zu werden, was mich nährt und was mich belastet. Ich denke, dass dieses Wissen und Fühlen uns auch hilft, emotionale und geistige Nahrung bewusst zu wählen. Es ist eine Form von Liebe zu sich selbst und anderen Wesen, wenn wir uns mit lebendiger, vitaler Nahrung versorgen.

Ich koche für meine Gäste selber und dies stellt einen wichtigen Teil der Behandlung dar. Die Menschen spüren die Wertschätzung und Achtung dem Lebendigen gegenüber und das stärkt auch ihre Lebendigkeit. Sie sind fasziniert von der Farbigkeit, der Vielfalt und des Genusses einer ayurvedischen Mahlzeit.

Ich koche meistens eine sattvische Nahrung. Sattva steht für den Wunsch sich fortzuentwickeln, voranzuschreiten, die Fülle der eigenen Möglichkeiten geistig wie körperlich zu entfalten. Die sattvische Ernährung wurde ursprünglich in der Ayurvedischen Medizin für die Ausübung von Yoga und die Entwicklung des höheren Bewusstseins erdacht. Hauptfaktor einer sattvischen Ernährung ist die vegetarische Kost. Vegetarisch zu essen heisst aber in Ayuveda nicht eine strenge Rohkostdiät zu befolgen und nur Früchte und Salate zu essen. Die Gehirn-Rückenmarkflüssigkeit ist eine ölige Substanz und braucht bestimmte reichhaltige Lebensmittel für ihre Funktion. Nahrhafte vegetarische Lebensmittel wie Getreide, Samen, Nüsse und Milchprodukte helfen, das Gehirngewebe aufzubauen. Sattvische Nahrung besteht aus Nahrungsmitteln, die reich an Prana (Lebenskraft) sind, das heisst möglichst frisch und ausgereift, biologisch angebaut , saisongerecht.


Nach dem Essen fühlen wir uns leicht, wir haben ein angenehmes Gefühl von genährt und gestärkt sein. Es werden wenig Schlackenstoffe gebildet, die Verdauungsorgane werden wenig belastet.

In unserem Alltagsleben ist es oft nicht möglich, eine sattvische Ernährung einzuhalten, doch wir können uns zumindest in diese Richtung orientieren. Doch während eines Retreats oder einer Prozessarbeit ist diese Form von Ernährung sehr unterstützend und als neue Erfahrung sinnvoll.